Hier holen sich Eltern ihr Geld zurück

Januar 2014

Das statistische Bundesamt hat ausgerechnet, dass ein Kind bis zur Volljährigkeit über 120.000 Euro „kostet“. Zuzüglich Ausbildungskosten. Uns Eltern ist jeder Cent davon wert und doch ist es gut zu wissen, dass der Staat ein wenig hilft, die Ausgaben zu bewältigen.

Dabei gibt es nicht nur das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag. An diese Punkte sollten Eltern dabei denken (Die Werte gelten für 2014):

  • Elterngeld
    Bis zu 14 Monate erhalten Eltern einen Ersatz  für den Ausfall des Einkommens durch die Geburt ihres Kindes. In der Höhe orientiert sich das Elterngeld am laufenden durchschnittlich monatlich verfügbaren Erwerbseinkommen, welches der betreuende Elternteil im Jahr vor der Geburt hatte. Es beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro.
  • Betreuungskosten
    Zweidrittel der Unterbringungskosten im Kindergarten oder bei der Tagesmutter können abgesetzt werden. Maximal 4.000 Euro. Sogar Großeltern kann man bezahlen und die Kosten hierfür ansetzen. Wenn der abendliche Babysitter seinen Lohn quittiert, zählt auch diese Ausgabe als Betreuungskosten.
  • Arzt & Co
    Wenn ein Kind häufiger krank ist und sich die Ausgaben häufen, können die gesammelten Kosten in der Steuererklärung angegeben werden. Dazu zählen auch Fahrtkosten, die mit 30 cent/KM angesetzt werden.
  • Krankenversicherung
    In der Familienversicherung der Gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder kostenlos versichert. Privatversicherte zahlen jedoch für jedes Kind einen eigenen Beitrag, der als Sonderausgabe geltend gemacht werden kann.
  • Riester-Förderung
    Für Eltern lohnt sich ein Riester-Vertrag besonders. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es eine weitere Zulage. Für Kinder die ab 2008 geboren sind, beträgt diese 300 Euro pro Jahr. Für ältere Kinder 185 Euro. Voraussetzung ist lediglich, dass der Mindesteigenbeitrag gezahlt wird. Dieser beginnt bei 60 Euro im Jahr und hängt vom eigenen Einkommen ab.
  • Schulgeld
    Wenn das Kind auf eine Privatschule geht, erkennt das Finanzamt 30% des Schulgeldes steuermindernd an. Die Höchstgrenze liegt bei 5.000 Euro im Jahr
  • Kapitalanlage
    Wer für das Kind etwas spart, sollte dieses Geld auch auf den Namen des Kindes anlegen. Dann können die Zinsen steuerfrei bleiben, denn auch ein Kind hat einen Freibetrag von 801 Euro, bis zu denen keine Abgeltungssteuer anfällt. Sollte der Betrag überschritten werden, kann man noch prüfen, ob beim Finanzamt eine „Nichtveranlagung“ beantragt werden kann.
  • Kind als Haushaltshilfe
    Wenn Eltern Ihrem Kind das Rasen mähen überlassen oder es andere „haushaltsnahe Dienstleistungen“ erbringt und es dafür eine Aufbesserung des Taschengeldes bekommt, können diese Ausgaben geltend gemacht werden. Dabei ist auf einen angemessenen Lohn zu achten und das dieser Lohn auf ein eigenes Konto des Kindes gezahlt wird.
  • Unterhalt
    Ist das Kind 25 Jahre alt, gibt es in keinem Fall mehr Kindergeld und ein Kinderfreibetrag kann ebenfalls nicht angesetzt werden. Verdient der Nachwuchs aber immer noch nicht mehr 624 Euro im Jahr kann der Unterhalt, den die Eltern leisten, geltend gemacht werden. Und zwar bis 8.130 Euro im Jahr.
  • Freibetrag für auswärtige Unterbringung
    924 Euro im Jahr beträgt der Freibetrag, wenn das volljährige Kind während einer Ausbildung oder eines sozialen Jahres nicht zu Hause wohnt

Dieser kleine Überblick ersetzt natürlich nicht die Beratung eines Steuerberaters.

Ralph AudörschHier holen sich Eltern ihr Geld zurück

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