Wer anderen einen Schaden zufügt, muss diesen Schaden wieder in Ordnung bringen. Oder Ersatz dafür leisten. Dieser Schadenersatz kann auch ein finanzieller Ausgleich sein. Geregelt wird dieses im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Da der Zustand wieder herzustellen ist, der bestehen würde, wenn der Schaden nicht entstanden wäre, muss keine Neuanschaffung eines kaputten Gegenstandes übernommen werden. Schütten Sie also versehentlich Ihren Kaffee über das alte Laptop ihres Freundes, so brauchen Sie ihm kein neues Gerät ersetzen, wenn eine Reparatur nicht möglich ist. Die finanzielle Entschädigung haben Sie in Höhe des Zeitwertes zu entrichten, der deutlich unter dem Neuwert liegen kann. Zum Beispiel hat ein hochwertiges Laptop, das vor 3 Jahren noch 1.500 Euro gekostet hat, selbst in einem guten Zustand nach den drei Jahren nur noch einen Wert von ca. 350 Euro. Die Differenz für ein neues Laptop muss der Geschädigte selbst zahlen, auch wenn er gerade nicht vor hatte, sich ein neues Gerät zu kaufen. Wäre eine Reparatur noch möglich, diese würde aber mehr als der Zeitwert kosten, muss ebenfalls nur der Zeitwert erstattet werden und die Differenz der höheren Reparaturrechnung muss der Geschädigte ebenfalls aus eigener Tasche zahlen.

Aber nicht jeder Sachschaden geht für den Verursacher glimpflich und finanziell überschaubar aus. Wer als Fußgänger oder Radfahrer einen Verkehrsunfall verursacht, hat den fünfstelligen Zeitwert des schrottreifen Porsche genauso zu zahlen, wie die Einsatzkosten der Feuerwehr zur Reinigung der Straße.

Dieses Beispiel zeigt, dass es neben den Sachschäden auch zu Personenschäden kommen kann. Dumm gelaufen, wenn nicht nur der Porsche reif für die Schrottpresse ist, sondern auch der Fahrer Schaden genommen hat. Auch dieses Beispiel hat sich tatsächlich ereignet: Zweitklässler spielten vor dem Haus und übersahen dabei einen Radfahrer. Der Mann stürzte, schlug mit dem Kopf auf den Asphalt und fiel ins Koma. Die Kosten seiner Behandlung und die Schmerzensgeldforderungen summierten sich auf fast zwei Millionen Euro. Die private Tragödie durch so einen Unfall lässt sich nicht abwenden, der nicht mehr zu überwindende Schuldenberg des Verursachers, hier des Vaters der Kinder, lässt sich dagegen sehr wohl verhindern.

Die private Haftpflichtversicherung gilt, wie die Beispiele deutlich machen, als existentielle Versicherung, die jeder braucht. Mit Jahresbeiträgen ab 50 Euro sind diese erschwinglich. Im Detail sind die vielen Angebote sehr unterschiedlich. Jedoch ist eine Versicherung, die 120 Euro im Jahr kostet, nicht automatisch besser, als eine, die nur die Hälfte davon verlangt. Bei der Auswahl ist es wichtig, dass Sie die Punkte versichern, die für Sie wichtig sind. Wer kleine Kinder hat, muss auf andere Dinge achten, als derjenige, der ein Segelboot zu Wasser lässt. Der eine passt ab und zu auf den Hund der Nachbarn auf, ein anderer besitzt ein Grundstück, auf dem Schäden passieren könnten.

In meinem Vergleichsprogramm berücksichtige ich 48 Optionen für die Auswahl einer passenden Privathaftpflichtversicherung. Somit ist sicher gestellt, dass Sie die für Ihre Lebenssituation passende und günstige Lösung finden. Aufgrund der wechselnden Lebenssituationen und des sich ständig entwickelnden Angebotes ist es wichtig, auch bestehende Versicherungen regelmäßig zu prüfen. Gerne unterstütze ich Sie dabei.

Ralph AudörschHaftpflicht