Ob  bei Unfall, Kündigung oder Ärger mit den Nachbarn – unser Zusammenleben ist nicht immer harmonisch und zudem durch viele Paragrafen geregelt. So lassen sich Meinungsverschiedenheiten manchmal nur vor Gericht klären. Doch wer keinen privaten Rechtsschutz hat, verzichtet oft auf die Durchsetzung seiner Interessen. Ohne Versicherung sind die Kosten einer gerichtlichen Auseinandersetzung schlicht zu hoch. Ein Rechtsstreit, bei dem es nur um 5.000 Euro geht, kostet über zwei Instanzen selbst schon rund 5.000 Euro. Recht haben und Recht bekommen sind eben zweierlei. Deswegen sollte jeder, der nicht nur Recht haben, sondern sein Recht auch bekommen will, eine private Rechtsschutzversicherung abschließen. Diese übernimmt je nach vereinbarter Leistungsart die Prozess- und Anwaltskosten und bietet die Gewissheit, sich sein Recht ohne finanzielle Risiken notfalls auch erstreiten zu können.

Doch schon vorher kann eine Rechtsschutzversicherung helfen. Viele Verträge bieten eine telefonische Erstberatung. Wer zum Beispiel plötzlich von seinem Arbeitgeber eine Aufhebungsvereinbarung zu seinem Arbeitsvertrag überreicht bekommt, dürfte im ersten Moment verunsichert sein. Muss man das unterschreiben? Wie kann man sich dagegen wehren? Welche Folgen hätte es, sich nicht darauf einzulassen? Dank der telefonischen Rechtsberatung kann man sich schnell erkundigen, was man berücksichtigen muss und wo man gegebenenfalls einen Fachanwalt in der Nähe findet.

Ein noch neueres Feld ist die Mediation, die immer mehr Verträge anbieten. Dieser Weg vermeidet langwierige Prozesse und hinterlässt keine Gewinner und Verlierer einer Auseinandersetzung. Wenn beide Seiten einverstanden sind, versucht man mit Hilfe eines Mediators eine Lösung zu finden, mit der alle einverstanden sind. So kann man sich auch später noch in die Augen schauen.

Ralph AudörschRechtsschutz