Sport für die Seele

Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind Nervenkrankheiten und psychische Leiden. Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, kann jeder für sich selbst etwas tun. Regelmäßige Auszeiten zum Entspannen und Sport halten gesund. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, aber auch Studien belegen dies. Bei manchen psychischen Krankheiten ist Sport sogar ähnlich wirksam wie eine Psychotherapie oder Medikamente.
Sport verbessert direkt das psychische Wohlbefinden. Eine niederländische Untersuchung zeigte, dass schon eine Stunde Sport pro Woche das Risiko für Depressionen, Angststörungen oder Abhängigkeitserkrankungen senkt. Dabei sei es weniger wichtig, ob der Sport in der Gruppe stattfindet und um welche Sportart es sich handelt.
Bei mir selbst ist es nicht einmal eine offizielle Sportart. Täglich laufe ich mindestens eine Stunde mit meinem Hund im Wald oder auf Feld und Flur.

Warum sportliche Aktivität überhaupt wirkt, darüber sind sich Wissenschaftler noch uneins. Experimente haben gezeigt, dass körperliche Aktivität ab einer bestimmten Intensität Glückshormone wie die Endorphine freisetzt. Ebenso regt sie die Ausschüttung des Peptids ANP an, ein körpereigener Angsthemmer. Bewegung verringert zudem die Freisetzung von Stresshormonen.
Psychologen nehmen zudem an, dass es ein Gefühl von Kontrolle und Macht über sich selbst hervorrufen kann, wenn man den inneren Schweinehund überwindet. Die Betroffenen haben plötzlich wieder das Gefühl, durch ihr Handeln etwas bewirken zu können.

Ich ergänze die täglichen Aktivitäten durch regelmäßige Auszeiten, wobei ein Wochenende absolut ausreichend sein kann. Es muss nicht gleich ein ganzer Urlaub sein. Zahlreiche Angebote hierfür gibt es immer auch wohnortnah.

Ralph AudörschSport für die Seele

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