Vergessen Sie nicht den jährlichen Haus-Check!

Einmal im Jahr sollte jeder Hausbesitzer die Bausubstanz seines Eigenheims überprüfen. Das ist wichtig, denn Gebäudemängel, die nicht rechtzeitig behoben werden und Folgeschäden verursachen, sind sowohl vom Versicherungsschutz ausgenommen und können im Extremfall sogar Haftungsfragen berühren, wenn beispielsweise Dritte zu Schaden kommen.
Ein geplatzter Ziegel, ein kleiner Riss in der Fassade – oft sind es Winzigkeiten, die später richtig teuer werden. Mit einer gründlichen Prüfung können Hausbesitzer kostspieligen Reparaturen und vorzeitigem Verschleiß vorbeugen. Da Dach, Fassade, Fenster und Türen besonders anfällig sind, gilt es hier besonders kritisch zu sein. Spielen Sie also Sherlock Holmes und nehmen Ihre vier Wände einmal von oben bis unten unter die Lupe.

Dach:
Inspizieren Sie das Dach von innen und außen. Ist der Dachbelag beschädigt? Sind alle Ziegel noch fest und sitzen sie gerade? Sind Zinkeindeckungen und Anschlüsse an Kamin und Gauben sowie die Übergänge zu Rinnen und Fallrohren in Ordnung? Sind die Regenrinnen laub- und schmutzfrei?
Dach von innen prüfen: Hat sich Feuchtigkeit ins Innere gedrückt? Hinweise können zum Beispiel Feuchtigkeitsflecken oder Schimmelspuren im Dachgeschoss sein.

Fassade:
Selbst kleinste Risse im Putz sind Alarmzeichen. Auf Dauer bahnt Wasser sich seinen Weg und führt zu gravierenden Folgeschäden. Achten Sie auf abbröckelnden Putz und abgeplatzte Farbe an der Fassade. Hohle Stellen lassen sich durch leichtes Klopfen ausfindig machen. Schon sogenannte Schwindrisse über 0,3 Millimeter führen womöglich zu Wandfeuchte und geringerer Dämmwirkung. Auch nach einem so milden Winter wie dem vergangenen, sollten Hausbesitzer besonders auf den Sockel des Mauerwerks achten. Dort sammelt sich gern Wasser, das dann in den Putz einzieht. Und hat die Feuchtigkeit sich erst einmal festgesetzt, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

Türen und Fenster:
Begutachten Sie bei Außentüren und Fenstern besonders die elastischen Dehnungsfugen und Anschlagschienen. Haben sich Silikondichtungen bei Kälte aus den Fugen gelöst, sollten diese Stellen ausgebessert werden. Prüfen Sie, ob die Scharniere noch funktionieren und die Fenster fest schließen. Gummilippen sollten überprüft und bei Verschleiß erneuert werden. Mit Talkum eingerieben, werden diese nicht so schnell spröde. Rollläden und Führungsschienen ebenso prüfen. Bei Holzfenstern und Türen sollten Sie den Anstrich kontrollieren und bei Bedarf erneuern, damit kein Wasser einsickern kann. So können Schäden durch Fäulnis oder Verziehen verhindert werden.

Sämtlichen „Extras am Haus“ wie Außensteckdosen, Wasserhähne, Verankerungen von Fensterläden, Markisen oder Lampen, auch Antennen oder Solaranlagen sollten einem obligatorischem Check unterzogen werden. Nicht zuletzt ist auch der Keller regelmäßig auf Feuchtigkeit zu überprüfen.
Kleinere Schäden können Sie mit etwas Geschick selbst ausbessern, im Zweifelsfall sollten Sie jedoch rechtzeitig einen Fachmann zu Rate ziehen. Wichtig ist es aber, frühzeitig zu reagieren.

Text: Grundeigentümer Versicherung

Ralph AudörschVergessen Sie nicht den jährlichen Haus-Check!