Zermürbend oder Kundenfreundlich? Wie die BU-Versicherer leisten

Februar 2014 – Die F.A.Z. berichtet über eine interessante Untersuchung der Agentur Franke & Bornberg. Diese beschäftigt sich mit der Frage, ob BU-Versicherer versuchen, bei der Beantragung einer Rente  aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung die Leistung zu verweigern.

In manchen Fernsehsendungen wird suggeriert, das Ablehnungen die Regel sind während der Verband der Versicherungen erklärt, dass über 98% der Fälle reibungslos und im Sinne der Kunden verlaufen. Die Untersuchung von Franke & Bornberg kommt nun zu dem Schluss, dass den Versicherungen kein systematisches Verschleppen vorgeworfen werden kann. Die Behauptung, dass Gutachter als Kumpane der Versicherung für diese Gefälligkeitsgutachten erstellten, in denen die Krankheiten beschönigt werden, lässt sich nicht belegen. Im Gegenteil: Es zeigte sich, dass viele unterschiedliche Gutachter ausgewählt werden und zwar nach dem Prinzip der Regionalität, also Nähe zum Versicherungsnehmer und zeitliche Verfügbarkeit des Gutachters. Somit soll ein Gutachten möglichst schnell erstellt werden können. Nicht für jeden Fall braucht es ein Gutachten. In jedem zweiten Fall, in dem ein Gutachten angefordert wurde, ging es um psychische Leiden.

Die meisten Anträge wurden bewilligt. 12% wurden aus medizinischen Gründen abgelehnt. Streitet der Versicherungsnehmer mit seiner Versicherung vor Gericht, endet jede zweite Verhandlung mit einem Vergleich. Nur 17% der Urteile gehen gegen die Versicherung aus. Das zeigt, dass die Versicherungen nicht willkürlich ablehnen, sondern sauber regulieren. Ablehnungen, die ausgesprochen werden, halten auch gerichtlich stand und dürfen so als gerechtfertigt angesehen werden.

Doch so weit sollte es gar nicht kommen. Als Versicherungsnehmer kann man schon beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung dafür sorgen, dass es im Leistungsfall problemlos läuft. Als erstes gilt es, einen guten Versicherer mit kundenfreundlichen Bedingungen für den eigenen Beruf zu finden. Als zweites, die Antragsfragen korrekt zu beantworten. Rund die Hälfte der Ablehnungen beruhen darauf, dass der Versicherer bei der Prüfung herausfindet, dass der Versicherte bei den Gesundheitsfragen geschummelt und Vorerkrankungen verschwiegen hat.

Wenn dann eine Rente beantragt wird, gilt es, die Angaben, die benötigt werden, auch vollständig zu erbringen. So muss der Versicherte angeben, ob er seine bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt durchführen kann. Hilfreich hierfür sind als Nachweis Arztberichte. Unvollständig ausgefüllte Formulare gefährden eine reibungslose Abwicklung.  Für meine Kunden mit Maklervertrag stehe im Rahmen meiner Betreuung bei der Beantragung zur Seite.

Ralph AudörschZermürbend oder Kundenfreundlich? Wie die BU-Versicherer leisten

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