12 Kunden, 8 Weine und 1 toller Abend

Ralph Audörsch persönlich

Es ist eine große Freude für meine Kunden der Guide zu sein. Dieser Freude möchte ich immer wieder mit Kundenevents Ausdruck verleihen. Von der jüngsten Veranstaltung hat Michael Karl auf seiner facebook Seite „Kochvergnügen“ berichtet und mir erlaubt seine Eindrücke auch hier zu veröffentlichen.

Zu einer privaten Weindegustation hatte Ralph Audörsch 12 seiner Kundinnen und Kunden bei „Vio Vino“ in Ottersweier eingeladen.

Viola und Uwe Krummenoehler präsentierten 4 x 2 italienische Weine zur Verkostung. Sie hatten sich ausgedacht, den Gästen näher zu bringen, wie sehr Weine der gleichen Traubensorte, des gleichen Anbaugebietes und des gleichen Jahrganges sich unterscheiden können – nur allein durch die „Handschrift“ des Winzers.

Zuerst hatten wir zwei Soave im Glas, der eine eher traditionell, eckig und kantig mit typischer Säure. Der andere rund, elegant mit sanfter Frucht. Fast einhellig neigten wir dem zweiten zu. Bis zu dem Moment, wo Violas Frittata ins Spiel kam. Das Bild wandelte sich sofort – der elegante Wein „ging unter“, der traditionelle Wein hatte jetzt die Nase vorn. Seine Fruchtsäure bildete den aromatischen Gegenpol zur Champignon-Frittata. Ähnlich erging es uns mit den beiden Chardonnays, die folgten. Der eine war im Holz ausgebaut und erzeugte erst Befremden. In Kombination mit Brot, Olivenöl und Salz veränderte sich auch hier schnell das Geschmacksempfinden. Sehr spannend zu erleben, wie sehr das Essen die Sensorik beeinflusst und Weine in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Bei den Rotweinen machten zuerst zwei Primitivos die Runde – erstklassig alle beide, der eine eher „mainstream“, der andere typischer und puristischer in seiner Art. Gefallen haben beide, zusammen mit gegartem Gemüse (Zucchini und Paprika). Den Schlusspunkt bildeten zwei reinsortige Sangiovese aus dem Chianti-Anbaugebiet. Sie traten an in Kombination mit hervorragend abgeschmeckten Kartoffeln im Glas. Weil die Sangiovese-Traube eine sehr dünne Schale hat, ist es für den Winzer schwer, dem Wein eine farbliche Tiefe zu geben. So wird der hellere Sangiovese oft für einen Konsumwein gehalten. „Die Korbflaschen der 1980er-Jahre taten dem Chianti nicht gerade einen Gefallen“, führte Uwe Krummenoehler aus, „und jetzt erleben sie gerade wieder eine Renaissance“.

Mein Favorit war dann auch der offerierte Rosso de Montepulciano, ein genialer Vertreter seiner Art! Viola verstand es meisterhaft mit kleinen kulinarischen Gaben zu erfreuen und Uwe begeisterte mit seinem großen Fachwissen! Alles in allem ein wunderbarer Abend, für den ich mich bei allen Beteiligten sehr HERZLICH BEDANKEN möchte!

Weitere Infos: www.vio-vino.de