Alarmierend viele Betreuungen

Ralph Audörsch Generationenberatung

Vor kurzem habe ich im Artikel „Entmündigt und bevormundet“ berichtet, wie schnell es zu einem Betreuungsverfahren kommen kann. Das Ärzteblatt berichtet nun von einem „niedersächsischem Landestag des Betreuungsrechts“ der Ende September stattgefunden hat.

Landesjustizministerin Barbara Havliza appellierte bei dieser Veranstaltung, dass sich viel mehr Menschen mit folgender Frage beschäftigen müssen: Wer trifft Entscheidungen für mich, wenn ich es nicht mehr kann? Das Ministerium legte alarmierende Zahlen vor. Jährlich werden rund 40.000 neue Betreuungsverfahren in Niedersachsen eröffnet. Der Arbeitsaufwand sei sehr hoch. Die Ministerin betonte, dass es sich keineswegs nur um ältere Menschen bei den Betroffenen handele. Und das nur, weil die Familien keine Regelungen getroffen und Vollmachten erstellt haben. „Viel zu oft besteht Unklarheit darüber, welche recht­lichen Folgen die Erkrankung oder Behinderung eines Erwachsenen nach sich ziehen kann“, sagte Justizministerin Havliza dabei. Mancher sei überrascht, wenn Ehepartner oder Eltern eines volljährigen Kindes den Erkrankten nicht ohne weiteres vertreten könnten. Havliza warb dafür, sich rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht zu erstellen. Damit lasse sich selbstbestimmt festlegen, wer im Fall der Fälle die Angelegenheiten regelt. Denn ein großes Problem aus Sicht von Experten ist, dass viele Menschen denken, dass sich etwa Eheleute oder Familienangehörige automatisch vertreten.

Das ist aber ein Irrglaube.

Kümmern Sie sich also um Ihre Vorsorgevollmacht. Und wenn Sie das Thema aufgreifen, sollte die Patientenverfügung ebenfalls gleich mit erstellt und ein Notfallordner angelegt werden. Das ist mit professioneller Hilfe nicht schwer. Nutzen Sie hierfür mein Angebot der Generationenberatung. Machen Sie den ersten Schritt und kontaktieren Sie mich.

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