Corona-Impfung: Versicherungsschutz möglicher Folgeschäden?

Ralph Audörsch Unfall

Kleiner Pieks, großes Thema: Covid-19 hat die Welt auf den Kopf gestellt. Anlass zur Hoffnung liefern die Corona-Impfungen, mit der die Pandemie bekämpft und schnellstmöglich beendet werden soll. In diesem Zusammenhang stellen sich viele Versicherungsnehmer die Frage nach der Absicherung möglicher Gesundheitsschäden verursacht durch eine Impfung.

Kein Schutz in der gesetzlichen Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfall-Versicherung sichert dieses Risiko nicht ab. Sie leistet nur bei Unfällen während der Arbeits- beziehungsweise Schulzeit. Die private Unfall-Versicherung schließt diese Lücke, wenn die Bedingungen es hergeben. Das ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich.

Allgemeine Bedingungen der privaten Versicherung

Die allgemeinen Unfallbedingungen (AUB) versichern solche Gesundheitsschäden ebenfalls nicht. So besagt es die „Infektionsklausel“. Hier sind bis auf wenige Ausnahmen Infektionen ausgeschlossen. Infektionen sind meist keine Folgen eines Unfalls. Eine Infektion ist das Eindringen von Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten).

Besondere Bedingungen

Ausnahmen gibt es natürlich auch. Diese sind immer Tollwut und Wundstarrkrampf. Diese Liste kann in besonderen Bedingungen von einer Versicherung erweitert werden. Zum Beispiel der Ausbruch von Cholera, Lepra oder auch Windpocken. Tatsächlich kommen solche Fälle auch vor. So erhielt eine Versicherte nach dem Ausbruch von Herpes Zoster, besser bekannt als Gürtelrose, eine Invaliditätsleistung in Höhe von 21.000 Euro. Sie hatte 100.000 Euro Versicherungssumme in ihrem Vertrag. Die Haftpflichtkasse als Versicherer erkannte eine 20%ige Invalidität an. Die Versicherte hatte körperliche und geistige Ausfälle aufgrund ihrer Schmerzen und dem damit verbundenen Stress.

Infektionen nach Unfall

Mitversichert sind Infektionen, wenn sie durch einen Unfall entstehen. Das kann nach einem Tierbiss oder einem Insektenstich passieren. Sowas gilt als Unfall, weil es ein plötzliches Ereignis ist, das von außen auf den Körper wirkt und eine Gesundheitsschädigung bewirkt. Der Klassiker dieser Infektionen ist die Borreliose. An Borreliose erkrankte Menschen können sich manchmal nur noch mit Mühe bewegen und einige Tätigkeiten gar nicht mehr ausführen. Eine Wasserkiste tragen gehört dazu. Hier wurden schon hohe Invalditätsgrade festgelegt.

Covid 19 Impfung

Covid 19 findet man in keiner erweiterten Auflistung von Unfallversicherungen. Da das Virus nicht durch die Haut (und damit von außen) wirkt, liegt kein Unfall vor. Bei einem Schaden durch eine Impfung kann es anders aussehen. Wenn die Unfallbedingungen einen Impfschadenschutz beinhalten, sind Schäden durch die Impfung versichert. Hierbei spielt es keine Rolle, um welche Schutzimpfung es sich genau handelt. „Gesundheitsschäden durch Schutzimpfungen“ ist der Schlüssel zur Leistung aus der Unfallversicherung. Ob das in Ihrer Unfallversicherung drin ist, finden Sie im Bedingungsheft zu Ihrem Tarif.

Keine Lust zu suchen? Dann fragen Sie mich! Ich schaue für Sie nach und falls Sie es noch nicht versichert haben, können wir den Schutz verbessern. Am besten, bevor Sie sich impfen lassen.