Höher als die Beiträge? Kosten in Riesterrenten

Ralph Audörsch Altersvorsorge, Rente

Als ich diese Woche mal wieder einen Versicherungsordner eines neuen Kunden durchgeschaut habe, stieß ich auch auf dessen Riester-Rente. Bei diesen Verträgen werde ich immer wieder gefragt, ob die sich lohnen. Das kann man aber nur für die persönliche Situation beantworten. Es gibt viele Fälle, in denen die Riester-Rente aufgrund Zulagen oder steuerlicher Abzugsfähigkeit der Beiträge ein gutes Geschäft für den Kunden ist.
Voraussetzung ist aber auch ein guter Vertrag. In diesem Ordner lag ein Vertrag, der bis zu 17% des eingehenden Geldes als Verwaltungs- und Abschlusskosten vereinnahmt.
Bedeutet: Wenn jemand 100 Euro monatlich 30 Jahre lang spart und dabei die Grundzulage erhält, sowie für 20 Jahre eine Kinderzulage, kostet der Vertrag 7700 Euro. Also rund ein Fünftel der eigenen Aufwendungen.
Beiträge = 100*12*30 = 36.000 Euro.
Grundzulage = 175 € * 30 Jahre = 5.250 Euro.
Kinderzulage = 300 € * 20 Jahre = 6.000 Euro.
Aus den 36.000 Euro werden 17% Kosten entnommen, somit 6.120 Euro.
Aus den Zulagen werden 14% Kosten entnommen, somit 1.575 Euro.

Ist das viel? Nun. Es geht noch teurer, wie wir an einem Produktinformationsblatt eines Anbieters erkennen, der von einem sehr großen Vertrieb in Deutschland vielen Menschen vermittelt wird und den ich Ihnen im Video zeige.
Au den ersten Blick stehen da kleine Zahlen, doch wie schnell die groß werden und somit die Kosten pro Monat höher werden können, als die Beiträge, erläutere ich im Video.

Gibt es aber auch Alternativen zu solchen Angeboten? Ja! Es gibt auch deutlich günstige Verträge auf dem Markt. Die werden nur nicht so oft angeboten. Sie können sich auch denken, warum. Aber es geht eben auch anders. Also auch mit geringeren Kosten und somit kommt das Geld auch wirklich in Ihrem Vertrag an.
Wenn ich etwas für sie tun darf, melden Sie sich gerne über mein Kontaktformular.