Warum Sie eine Patientenverfügung brauchen

Ralph Audörsch Generationenberatung

In gesunden Tagen sollten Sie sich ausführlich mit dem Thema „Patientenverfügung“ auseinander setzen. Es gilt, sich darüber klar zu werden, welche ärztlichen Maßnahmen und Eingriffe nach einem schweren Unfall oder bei einer schweren Krankheit gewünscht sind und unter welchen Bedingungen auf ärztliche Maßnahmen verzichtet werden soll. Nur so können Sie dafür vorsorgen, dass Ihre Wünsche berücksichtigt werden, wenn Sie sich nicht mehr äußern können.
Obwohl die Verfügung formlos ist, muss sie konkret gefasst sein und einige Punkte erfüllen, um akzeptiert zu werden.
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Vielfältig sind die individuellen Entscheidungen, die in eine Patientenverfügung einfließen können. Deshalb sollten Sie kein fertiges Formular nutzen. Für Außenstehende muss klar erkennbar sein, dass es Ihre persönliche Formulierung ist. Darum ist es auch sinnvoll, eigene Wertvorstellungen oder religiöse Anschauungen in der Verfügung zu schildern. Zum Beispiel: Ist Ihnen die Qualität des Lebens wichtiger als die Lebensdauer, wenn beides nicht in gleichem Umfang zu haben ist? Was bedeutet Ihnen Glaube oder Spiritualität angesichts von Leid und Sterben? Wenn Sie dieses schriftlich niederlegen, wird es Ihnen selbst klarer und andere erkennen die Ernsthaftigkeit Ihrer Verfügung.
Es kommt auch auf genaue Formulierungen an, etwa zu lebenserhaltenden Maßnahmen. Einfache Äußerungen wie „ich will nicht an Schläuchen hängen“ reichen nicht aus.

Übrigens kann die Patientenverfügung auch einen Organspendeausweis ersetzen und genau regeln, wie hier verfahren werden sollte. Durch die Registrierung im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer erfahren Behandler, dass Sie eine Patientenverfügung erstellt haben.
Lassen Sie sich einfach helfen!
Eine Patientenverfügung sollte jeder Volljährige haben, nicht nur die Großeltern oder bereits erkrankte Personen. Und wenn Sie einmal dabei sind: Lassen Sie sich auch zu Vorsorgevollmachten beraten und bei der Erstellung helfen. Als Generationenberater begleite ich Sie auf dem Weg zu einem Notfallordner, in dem Sie alles organisiert haben. Wenn Sie dabei eine Rechtsberatung brauchen, steht uns im regionalen Netzwerk ein Rechtsanwalt zur Seite.