Vorsatz 2026: Der funktionierende Notfallordner
Jetzt den Notfallordner anlegen oder aktualisieren
Das neue Jahr ist da – und mit ihm die Liste der guten Vorsätze. Mehr Zeit mit der Familie verbringen, Stress abbauen und die Finanzen besser im Griff haben: Das sind die Top-Ziele der Deutschen für 2026. Doch es gibt einen Vorsatz, der perfekt zu allen dreien passt und trotzdem oft vergessen wird: Die persönliche Notfallvorsorge.
Stellen Sie sich vor: Ein Unfall, eine plötzliche Erkrankung – und niemand weiß, wo Ihre wichtigen Unterlagen liegen. Wer soll für Sie entscheiden? Wer darf auf Ihre Konten zugreifen? Welche medizinischen Behandlungen wünschen Sie sich? Ohne die richtigen Vollmachten bestimmt im Ernstfall nicht Ihre Familie, sondern ein vom Gericht bestellter Betreuer. Das passiert in Deutschland jährlich rund 200.000 Mal – oft völlig unnötig.
Warum der Jahreswechsel der perfekte Zeitpunkt ist
Der Jahresbeginn bietet die ideale Gelegenheit, sich um die eigene Vorsorge zu kümmern. Die Familie kommt zusammen, man hat Zeit zum Nachdenken – und die Motivation für Veränderungen ist besonders hoch. Tatsächlich nehmen sich 41 Prozent der Deutschen gute Vorsätze vor, und zwei Drittel halten diese sogar länger als drei Monate durch.
Besonders bemerkenswert: 62 Prozent wollen 2026 mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, 61 Prozent möchten Stress abbauen. Ein vollständiger Notfallordner trägt zu beiden Zielen bei. Er schafft die Gewissheit, dass im Ernstfall alles geregelt ist – und nimmt Ihnen und Ihren Angehörigen eine enorme Last von den Schultern.
Doch die Realität sieht anders aus: Nur 41 Prozent der Deutschen haben eine Vorsorgevollmacht, 45 Prozent eine Patientenverfügung. Ganze 50 Prozent besitzen überhaupt kein Vorsorgedokument. Und nur etwa 10 Prozent verfügen über einen nutzbaren, vollständigen Notfallordner.
Was gehört in einen vollständigen Notfallordner?
Ein gut strukturierter Notfallordner ist mehr als eine Dokumentensammlung – er ist ein Leitfaden für Sie und Ihre Vertrauenspersonen. Folgende Unterlagen sollten unbedingt enthalten sein:
Die rechtlichen Grundlagen:
- Vorsorgevollmacht: Bestimmen Sie, wer im Notfall für Sie entscheiden darf – in rechtlichen, finanziellen und gesundheitlichen Angelegenheiten
- Patientenverfügung: Legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen
- Betreuungsverfügung: Falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt, schlagen Sie dem Gericht eine Vertrauensperson als Betreuer vor
- Testament: Regeln Sie Ihren Nachlass nach Ihren Wünschen
- Kontovollmacht: Ermöglichen Sie Angehörigen den Zugriff auf Ihre Bankkonten
Die praktischen Informationen:
- Übersicht aller Versicherungen mit Vertragsnummern
- Bankverbindungen und Depots
- Wichtige Verträge
- Medizinische Informationen (Allergien, Medikamente, Vorerkrankungen)
- Kontaktdaten wichtiger Ansprechpartner (Hausarzt, Steuerberater, Versicherungsmakler)
- Digitaler Nachlass (E-Mail-Accounts, Social Media, Cloud-Speicher)
- Organspendeausweis oder entsprechende Entscheidung
Haben Sie schon einen Notfallordner? Dann prüfen Sie ihn jetzt!
Vielleicht gehören Sie zu den Vorausschauenden, die bereits einen Notfallordner angelegt haben. Herzlichen Glückwunsch! Doch wann haben Sie ihn das letzte Mal aktualisiert? Vorsorgedokumente sollten regelmäßig überprüft werden – nicht nur bei großen Lebensveränderungen. Experten empfehlen folgende Intervalle:
- Notfallordner komplett: Mindestens einmal jährlich durchgehen
- Patientenverfügung: Alle zwei Jahre prüfen und mit Datum neu unterschreiben
- Vorsorgevollmacht: Bei Änderungen der persönlichen Situation anpassen
- Testament: Alle drei bis fünf Jahre überprüfen
Sofortige Aktualisierung ist erforderlich bei:
- Hochzeit oder Scheidung
- Geburt oder Adoption eines Kindes
- Tod eines bedachten Angehörige
- Umzug
- Neuen Diagnosen oder Änderungen der Medikation
- Neuen Versicherungen oder Konten
- Veränderung bei den Vertrauenspersonen
Ein veralteter Notfallordner kann im Ernstfall mehr Probleme schaffen als lösen. Rechtsprechung ändert sich, medizinische Möglichkeiten entwickeln sich weiter, und Ihre persönlichen Umstände verändern sich. Eine Patientenverfügung von vor zehn Jahren mit allgemeinen Formulierungen wie "keine lebensverlängernden Maßnahmen" könnte heute als zu unpräzise gelten und ihre Wirksamkeit verlieren.
Nutzen Sie professionelle Generationenberatung
Grundsätzlich können Sie Vorsorgedokumente selbst erstellen. Doch die Tücke liegt im Detail. Eine zu allgemeine Patientenverfügung ist unwirksam. Eine Vorsorgevollmacht ohne konkrete Befugnisse hilft im Ernstfall nicht. Ein Testament mit Formfehlern führt zu Erbstreitigkeiten.
Als zertifizierter Generationenberater unterstütze ich Sie dabei, Ihre gesamte Vorsorge ganzheitlich zu regeln – über alle Generationen hinweg. Und wo es notwendig erscheint, empfehle ich einen spezialisierten Familenrechtsanwalt. Der Vorteil ist, dass Sie rechtssichere Formulare erhalten. Dazu gibt es Checklisten, die aus jahrelanger Erfahrung heraus entstanden sind. Das Herzstück der Generationenberatung ist ein detaillierter Handlungsleitfaden. Er beantwortet praktische Fragen.
Was die Generationenberatung nicht ist: Eine Rechtsdienstleistung. Diese ist dem Rechtsanwalt vorbehalten, der zu individuellen Situationen berät und die Generationenberatung sinnvoll ergänzt. Zum Beispiel bei Eheverträgen, Testamentserstellung, umfangreicher Vermögensaufteilung oder wenn es um das Unternehmen geht.
Ihr Vorsatz für 2026: Vorsorge ist Fürsorge
Machen Sie 2026 zum Jahr Ihrer vollständigen Vorsorge. Wenn Sie noch keinen Notfallordner haben, vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein Erstgespräch. Wenn Sie bereits Vorsorgedokumente haben, prüfen Sie diese gründlich: Sind sie noch aktuell? Entsprechen sie Ihren heutigen Wünschen? Sind alle wichtigen Bereiche abgedeckt?
Die Erfahrung zeigt: Wer sich um seine Vorsorge gekümmert hat, schläft ruhiger. Das gute Gefühl, dass im Ernstfall alles geregelt ist und die Familie nicht im Chaos versinkt, ist unbezahlbar. Es ist ein Geschenk an Ihre Liebsten – und an sich selbst.
Ein vollständiger, aktueller Notfallordner ist kein düsteres Thema – er ist ein Akt der Fürsorge für Ihre Familie.
Das neue Jahr ist der perfekte Moment, um dieses wichtige Projekt anzugehen. Während andere sich vornehmen, mehr Sport zu treiben oder weniger Schokolade zu essen, setzen Sie auf einen Vorsatz, der wirklich zählt: Die umfassende Absicherung Ihrer Familie und die Wahrung Ihrer Selbstbestimmung – auch für den Fall, dass Sie nicht mehr selbst entscheiden können.
Als Ihr Generationenberater begleite ich Sie durch den gesamten Prozess – von der ersten Bestandsaufnahme bis zum Notfallkonzept. Starten Sie jetzt mit ihren ersten Gedanken zum Thema: "was mir wichtig ist" und machen Sie 2026 zu Ihrem Jahr der Vorsorge. Die Erstberatung ist für kostenlos und unverbindlich. Für meine Pluskunden ist die Generationenberatung Teil der Dienstleistung ohne Mehrbeitrag.










