Nachhaltig investieren mit System

Ralph Audörsch • 5. Juni 2026

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Nachhaltige ETFs: Ein ernstzunehmender Standard

Wer heute Geld anlegt, steht vor zwei großen Fragen: Wie sorge ich vernünftig für meine Zukunft vor und wie stelle ich sicher, dass mein Geld in meinem Sinne wirkt? Viele meiner Kunden möchten nicht in Ölkonzerne, Waffenhersteller oder Unternehmen mit fragwürdiger Arbeitsweise investieren, ohne dafür auf Renditechancen verzichten zu müssen. Genau das ist inzwischen möglich – dank moderner, nachhaltiger ETF-Strategien, die wissenschaftlich fundiert, breit gestreut und zugleich transparent sind. Ein Beispiel ist das Konzept „Grüne Welt 100 pur“.


Vorab ein rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ist KEINE Anlageempfehlung und ersetzt keine Anlageberatung. Er ist keine Empfehlung, bestimmte Fondsanteile zu kaufen!

Vor einigen Jahren war nachhaltiges Investieren noch ein Nischenthema, die Auswahl an entsprechenden Fonds und ETFs war überschaubar und oft teuer. In den letzten Jahren hat sich dieser Markt rasant entwickelt: Heute gibt es eine breite Palette nachhaltiger ETFs, mit denen sich weltweit gestreute Portfolios für Privatanleger aufbauen lassen. Statt auf einzelne Aktien zu setzen oder den „richtigen“ Zeitpunkt zu erraten, folgt man dabei einer klaren Grundüberzeugung: Kapitalmärkte sind im Kern effizient, daher kommt zusätzliche Rendite in erster Linie durch mehr Risiko, nicht durch Prognosen. Für Anleger bedeutet das: Der Fokus liegt auf einer sinnvollen, weltweiten Streuung, niedrigen Kosten und einer Strategie, die langfristig durchhält, gerade auch in der Altersvorsorge.


100% Aktien, 100% Werte

„Grüne Welt 100 pur“ ist ein rein aktienbasiertes ETF-Portfolio, das als Basisbaustein für Vermögensaufbau gedacht ist. Die Zahl „100“ steht dafür, dass hier ausschließlich in Aktien investiert wird – dafür erhalten Anleger langfristig die volle Marktrendite, aber auch die üblichen Marktschwankungen. Das Portfolio umfasst über 700 Unternehmen aus mehr als 40 Ländern und streut so deutlich breiter als viele klassische Anlegerdepots, die oft stark auf Deutschland und Europa konzentriert sind. Es eignet sich besonders für langfristige Sparpläne oder Einmalanlagen mit einem Anlagehorizont von mindestens sieben Jahren, etwa für die private Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau für Kinder.


Wie Nachhaltigkeit konkret umgesetzt wird

Nachhaltigkeit ist in diesem Konzept kein hübsches Etikett, sondern ein klarer Filterprozess in zwei Schritten. Zunächst werden Branchen und Aktivitäten ausgeschlossen, die mit vielen Werten meiner Mandanten unvereinbar sind: etwa geächtete Waffen wie Landminen und ABC-Waffen (hier gilt 0% Umsatztoleranz), besonders problematische fossile Aktivitäten wie Förderung in der Arktis oder Ölsanden sowie Unternehmen mit ausbeuterischer Kinderarbeit oder massiver Korruption. Im zweiten Schritt kommt der Best-in-Class-Ansatz ins Spiel: Für jede Branche wählen ESG-Rating-Agenturen diejenigen Unternehmen aus, die beim ökologischen und sozialen Verhalten zu den besten 25% zählen – man könnte sagen, es kommen nur die „Klassenbesten“ in Frage. Zusätzlich werden die verwendeten ETFs noch einmal von unabhängigen Agenturen wie ISS und Morningstar/Sustainalytics bewertet, wobei die meisten Bausteine des Portfolios die höchste Nachhaltigkeitsstufe erreichen – ein wichtiges Signal gegen Greenwashing.


Ohne US-Klumpenrisiko

"Grüne Welt 100 pur“ folgt einem Algorithmus, der drei Faktoren kombiniert: die Marktkapitalisierung der Börsen, die Wirtschaftsleistung der Länder (BIP) und einen Heimatwährungs-Fokus, weil die meisten Anleger ihre Euros später im Euroraum ausgeben. Dadurch entsteht eine Verteilung, in der Europa mit knapp 25%, die USA mit etwas über 40%, die Pazifikregion mit gut 6% und die Schwellenländer mit etwa 23% gewichtet sind – also deutlich ausgewogener als im klassischen MSCI World, der sehr stark von den USA dominiert wird. Einmal im Jahr wird das Portfolio anhand aktueller Zahlen neu ausbalanciert (Rebalancing), sodass Gewinne in überhitzten Märkten rechtzeitig mitgenommen und günstigere Regionen nachgekauft werden.


Kosten und Plattformen

Ein starkes Konzept nützt wenig, wenn die Kosten die Rendite auffressen, deshalb sind diese hier bewusst niedrig gehalten. Die Portfolio-Beratung durch Grüne Welt kostet 0,275% pro Jahr, die eigentliche Vermögensverwaltung durch die HVM (eine Netfonds-Tochter) weitere 0,2%, zusammen 0,475% p.a. netto – hinzu kommen durchschnittliche ETF-Kosten von knapp 0,2%. Im Ergebnis ist man günstiger unterwegs als mit aktiv gemanagten Vermögensverwaltungsfonds, behält aber zugleich ein professionell betreutes, klar nachhaltiges Portfolio. Die Strategie ist sowohl im Versicherungsmantel (z.B. in der provisionsfreien MyLife-Fondspolice) als auch im FFB-Depot nutzbar.


Praxistipp

Wenn Sie nachhaltig investieren möchten, ohne Ihr gesamtes Depot selbst steuern zu müssen, ist der erste Schritt eine saubere Bestandsaufnahme Ihrer Ziele und Werte.

Überlegen Sie, wie lange Sie das Geld voraussichtlich nicht benötigen, wie stark Kursschwankungen Sie nervös machen und welche Branchen oder Geschäfte Sie auf keinen Fall in Ihrem Portfolio sehen wollen. Mit diesen Antworten lassen sich Strategien wie „Grüne Welt 100 pur“ gezielt einsetzen – zum Beispiel als ein Baustein Ihrer fondsgebundenen Rentenversicherung oder Ihres Depots, ergänzt um individuelle Wünsche. Sprechen Sie mit einem Versicherungsmakler und Anlageberater wie uns, der sowohl im Bereich nachhaltiger Geldanlage als auch in der Ruhestands- und Generationenplanung zuhause ist – so stellen Sie sicher, dass die Geldanlage zu Ihrem Gesamtplan passt.

Wenn Sie wissen möchten, ob und wie ein solcher Ansatz zu Ihrer persönlichen Situation passt, stehe ich Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Gemeinsam klären wir, welche Rolle nachhaltige ETFs in Ihrer Finanz- und Generationenplanung spielen können und wie Sie Ihre Geldanlage wertebewusst ausrichten.